Tutorial 001 Massive Tutorial – Industrial Bassline

    1. Patch erstellen

    Wir erstellen einen neuen Patch unter „File“ → „New Sound“.

    2. Oszillator einstellen

    Zunächst bestimmen wir die Eigenschaften des Oszillators: Wir aktivieren OSC1 durch Anklicken der LED-Anzeige (1), wählen „Carbon“ als Wellenform aus (2) und stimmen den Oszillator um ganze 48 Halbtonschritte bzw. 4 Oktaven nach unten (3). MIDI C3 (in etwa die mittlere Taste des MIDI-Keyboards) ist unsere Ausgangsbasis. Anschließend wählen wir anstatt „Spectrum“ „Bend -/+“ aus. (4)

    3. Hüllkurve als Modulator

    Im Hüllkurven-Menü wählen wir die erste Hüllkurve aus („1Env“) und modifizieren die Parameter „Attack“, „Decay“ und „Release“ der Abbildung entsprechend (1). Wir wollen diese Hüllkurve benutzen, um damit sowohl den Pitch als auch die Wavetable-Position zu modulieren. Um dies zu tun, klicken wir auf den Kreuzpfeil neben „1Env“ (2) und dann erneut auf die kleinen Kästchen in Oszillator 1 – jeweils einmal in das Kästchen unter „Wt-position“ und einmal im Bereich „Pitch“ unter der Anzeige, in der wir den Pitch bereits verändert haben (3). Hier sollte nun die Nummer „1“ stehen. Anschließend tragen wir noch in das andere kleine freie Kästchen unter dem Main Pitch den Wert „20“ (4) ein. Nun drehen wir den Wavetable-Positionsregler auf etwa 9 Uhr und markieren durch Anklicken des darunterliegende Kästchens mit dem zugewiesenen Wert und durch ziehen der Maus nach oben den Bereich bis etwa 12 Uhr. Es sollte nun eine blaue, gebogene Linie zwischen 9 Uhr und 12 erscheinen, was dem Bereich entspricht, der durch die Hüllkurve moduliert wird. Es ist darauf zu achten, dass minimale Unterschiede beim Verstellen des Wavetable-Positionsreglers recht drastische Klangunterschiede bewirken.

    4. Fetter Unisono Sound

    Im Bereich „Voicing“ (1) erzielen wir einen Phaser/Ensemble-Effekt, in dem wir die Anzahl der Stimmen erhöhen und minimal gegeneinander Verstimmen. Wir tragen dazu bei „Unisono“ den Wert „3“ (2) ein, aktivieren das Feld „Pitch Cutoff“ (3) und ziehen den Regler daneben ein kleines Stück nach rechts (4). Je weiter dieser Regler nach rechts gezogen wird, umso größer wird die Verstimmung. Die Bassline sollte jetzt schon wesentlich fetter und weniger monoton klingen. Ferner aktivieren wir in der Voicing-Sektion das Feld „Pan Position“ (5), um die Bassline auch im Stereopanorama schön breit wirken zu lassen.

    5. Effekte einrichten

    Noch interessanter gestalten wir unsere Bassline, indem wir Effekte hinzugeben. Wir aktivieren zunächst das Feld „FX1“ in der Effekt-Sektion (1) und wählen als Effekt „Dimension Expander“ (Dim Exp) aus (2), der nichts anderes ist, als ein Nachhall. Die „Size“ bringen wir auf den minimalsten Wert (3) und auch den „Dry/Wet“ Anteil ziehen wir recht weit nach unten, da der Effekt nicht Überhand nehmen soll (4). Generell ist davon abzuraten, zu viel Hall schon in den Presets zu verwenden, da Nachhall, Echo oder andere Raumeffekte auch schnell und einfach noch im Nachhinein, durch Plug-ins hinzugegeben werden können und man dadurch flexibler ist. Ist viel Hall bereits im Preset schon vorhanden und es werden erstellte Sounds als Audiofiles exportiert, ist es hingegen umständlich, enthaltene Raumeffekte nachträglich wieder zu entfernen.
    Als weitere Effekte geben wir nun noch etwas „Feedback“ (5) hinzu sowie den „Parabolic Shaper“ (6) – beides im Massive-GUI unten links. Es lohnt sich mit den einzelnen Parametern zu experimentieren, da die hier gemachten Angaben natürlich nur Beispielwerte sind und nach Belieben modifiziert werden können. Verändert man beispielsweise die Position des Wavetable-Drehreglers in der Oszillator-Sektion (7), lassen sich sehr schnell neue und interessante Variationen des Patches kreieren.

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